20.8.13

Locarno 66: Ehrenleopard für Werner Herzog

Am vorletzten Abend übrigens wurde Herzog mit dem Ehrenleoparden geehrt, der Beifall war nicht so lang anhaltend, wie man hätte meinen sollen. Wieder fragt man sich, was für ein Publikum ist eigentlich auf der Piazza. Unverzeihlich war aber das Programm an diesem Abend. Eben Herzogehrung, dann der Time-Film – und anschließend Fitzcarraldo auf der Piazza, das absolute Gegenstück. Diese Filme passten zusammen wie Feuer und Wasser.  Die Müdigkeit erlaubt uns im Übrigen nicht, nach der ktischigen Komödie noch Kinski als Fitzcarraldo zu betrachten.
Herzog brachte im Übrigen zwei seiner Kameramänner mit, lobte ihren Mut (leider vergaßen wir zu notieren die Namen), beschrieb zahrleiche gefährliche und absurde Situationen, die sie erlebt hatten, wie etwa die folgenden: Ein Piranha biss einem Kameramann einen Zeh ab, einer der anwesenden Kamermänner wurde während der Dreharbeiten auf einen Felsen gebunden, um entsprechend filmen zu können (bei Fitzcarraldo oder Aiguirre meinen wir usn erinnern zu können) - und über Nacht dort vergessen. Und manchmal vergisst man als ZuschauerIn, dass extreme Filme mit extremen Situationen und extremen Schauspielern und Regisseuren auch einen extremen Einsatz der Kameraleute und wahrscheinlich aller anderen Beteiligten erfordern. Ohne seine Kameraleute, die Herzog etwas großherrschaftlich als seine „Augen“ bezeichnete, ohne sie, so sagte er, hätten seine Filme nicht realisiert werdenn können, so dass die ihm zuerkannte Ehre eine gemeinsame Ehre sei. Zu dritt hielten sie den goldenen Leoparden – und er brüllte, wie Kinski, zumindest glaubten wir das einen Moment zu hören.

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