19.7.17

lpg-wohnzimmerlesung "fragmente" in rostock

Am 20. Juli steigt in Rostock die nächste Wohnzimmerlesung der LPG unter dem Titel "Fragmente". Drei AutorInnen (Beat Mundwiler, Henni-Lisette Busch, Odile Endres), ein Thema: Tanz und Tod. Es wird eine zumindest andeutungsweise experimentelle Lesung, jenseits festgeschriebener Textsorten, ein Mix aus Autorenstilen und Genres. Keine Angst: Die Lesung mag zwar teilweise etwas düster sein, hat aber vermutlich ein Happy End.

Ort:
Musik-Wohnzimmer e.V.
Barnstorfer Weg 37
18055 Rostock

Zeit:
20. Juli 2017, 19 Uhr

7.6.17

Lesung: Beat Mundwiler in der S-Bar in Greifswald

Wer heute abend noch nichts anderes vorhat, sollte unbedingt in die S-Bar gehen. Auf dem Menu steht Buchstabensuppe, und zwar eine ganz besonders gute. Beat Mundwiler liest aus seiner Erzählung  „Carlito – oder – Ein Fisch gehört ins Wasser, auch wenn es nur ein Aquarium ist“.  Vom Clown Carlito, der aus dem Zirkus entlassen wird, und der Frage nach der Realität, die wir uns alle stellen können ...

S-Bar, Mittwoch 07.06.17, 19.00 Uhr.

4.2.17

Kiki Manders im St. Spiritus Greifswald am 4.4.2017


Kaum zu glauben, dass dies die Vorstellung eines Debütalbums war: „Love is yours is mine“. Kiki Manders, die wohl u.a. auch bei Theo Blackmann studiert hat – das hört man! -  singt virtuos. Sie überrascht immer wieder mit ihren phantasievollen Scat-Gesang. Schöne Kompositionen, tolle Arrangements. Ihre Stimme, die Leichtigkeit, mit der sie zu improvisieren scheint, die experimentellen Elemente, der zuweilen glasklare Klang, das alles beeindruckt. Sie nutzt ihre Stimme in guter Jazztradition als Instrument und kann locker gegen eine elektrische Gitarre, einem elektrischen Bass und ein Schlagzeug ansingen. Ihre stimmliche Brillanz, Wärme und Lebendigkeit ist toll. In einem besonders intensiven Moment des Konzerts klang sie wie eine Mischung aus Ella Fitzgerald und Hafer Youssef, aber eben zugleich vollkommen eigen.

Die sie begleitenden Musiker des Abends überzeugten durch einfühlsames, perfekt aufeinander abgestimmtes Spiel, die Gitarrenläufe von Philipp Bämswig erinnerten bisweilen fast an Rock-Riffs, aber auf unnachahmliche Weise jazzig. Und wann hat man je so einen melancholischen E-Bass gehört Jonathan Ihlenfeld-Cuniado, eine solche fast schon schwebende elektrische Gitarre und ein so einfühlsames Schlagzeugspiel (Bernd Oezsevim) wie bei dem einzigen französischen Stück des Abends „Avec le temps“? Kiki Manders Interpretation dieses Stücks von Léo Ferret war sehr, sehr berührend. Das ist vielleicht das Bemerkenswerteste an ihrer Musik: Sie wirkt absolut authtentisch, aufrichtig, sie singt mit absuoluter Konzentration und der Gesang scheint vor irgendwo tief innen zu kommen. In einem besondres intensiven, innigen Moment klang sie wie eine Mischung aus Ella Fitzgerald und Dhafer Youssef, aber eben auch vollkommen eigen. Vielleicht wird sie noch mehr in diese Richtung gehen? Schön wäre es. Diese Sängerin mit ihrer Band hat, so glauben wir sagen zu können, Zukunft.

Kiki Manders, Gesang Texte, Kompositon
Philipp Bämswig elektrische Gitarre
Jonathan Ihlenfeld-Cuniado: elektrischer Bass
Bernd Oezsevim: Schlagzeug
 

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Kiki Manders:Konzert in Greifswald

Eben endete das erste Set des Konzerts im.St..Spiritus in Greifswald. Kiki Manders ist eine außergewöhnliche Sängerin und Performerin, kongenial begleitet von ihrer Band. Toll, was die Sängerin mit ihrer Stimme macht! Manche ihrer Songs sind zudem von unglaublicher Schönheit und Tiefe. Wer bis jetzt noch nicht im
Konzert war: Es lohnt sich..Vielleicht schafft ihr noch das zweite Set ..

25.10.16

Zwischenzeit

23.9.16

Literatur unplugged auf der Polstergruppe in Rostock

Hier die Pressemeldung der neu gegründeten Literarischen Polstergruppe (LPG) unter dem oben gesetzten Titel:

Die Literarische Polstergruppe (LPG) lädt  am 4. Oktober 2016 um 19 Uhr zur ersten Wohnzimmerlesung in Rostock: Literatur unplugged auf der Polstergruppe. Mit diesem unabhängigen Format präsentiert die LPG  authentische Texte im privaten Raum, als einem Ort der Begegnung. In entspannter Atmosphäre schwindet die Distanz zwischen Schreibenden und Lesenden, Literatur lässt sich hautnah erleben und ein Austausch zwischen allen Beteiligten wird möglich.

Vier Autorinnen und Autoren werden am 4. Oktober im Wohnzimmer von Beat Mundwiler ihre Texte lesen: Der Gastgeber Beat Mundwiler (Rostock), Wiebke Salzmann (Mönchhagen) sowie Jurek P (Wusterhusen) und Odile Endres (Greifswald). Nach der Lesung gibt es Gelegenheit für lockere Gespräche über das Gehörte - oder über die Literatur und das Schreiben allgemein.

Getränke und Verpflegung bringen die Gäste mit, Gläser und Gabeln sind vorhanden.

Zeit: 4. Oktober, 19 Uhr
Ort: Hermannstraße 25, 18055 Rostock.
Unkostenbeitrag: 5 Euro
Anmeldung: info@beatmundwiler.ie

Nach der Wahl II

gerade jetzt: bleiben

4.9.16

Nach der Wahl

Abwandern?

1.5.16

Meerhaiku Mai 2016

Inzwischen sicher von den trägen Wellenzungen weggeleckt


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30.4.16

Tanz in den Mai

Ja, auch in Greifswald soll in den Mai getanzt werden. Im Spiritus. In der Werft. Hört man. Schließlich naht die Walpurgisnacht. Mal mit, mal ohne Dissonanzen.

27.4.16

Kulturevents in Greifswald

Bald schon wird wieder der nordische Klang in Greifswald ertönen. Zuvor aber erklingt: Meine Leyer glimt allein / Sibylla Schwarz – in Wort, Bild und Ton, ein  Sibylla-Schwarz-Konzert im Fallada-Haus am 28.04.2016,  19:30 Uhr ( Fallada-Haus, Steinstr. 59, 17489 Greifswald). Die von Peter Tenhaef 2006 und 2016 im Barockstil vertonten Stücke spielt das Ensemble Amaltea.

Am Freitagabend kommt die Schwarzbuch-der-Lyrik-Tour 2016 nach Greifswald, "Die Prenzlauer Berg Connection springt in den Bodden" heißt es in der Ankündigung des Koeppenhauses. Politische Lyrik, mit unter anderem Kai Pohl und Clemens Schittko, zwei bekannten Autoren jenseits des lyrischen Mainstreams.  29.4.2016, 20:00 Uhr im Koeppenhaus.

9.12.15

Simsala Slam in Greifswald

Heute SIMSALA SLAM in Greifswald, Kontor, 19.30 Uhr

28.9.15

Lyrik an Musik: Thomas Kunst und Bertram Reinecke im Literaturhaus Rostock

Morgen abend lohnt es sich, nach Rostock zu fahren. Dort sind u.a. Betram Reinecke und Thomas Kunst zu hören. "Zwei eigenwillige Ausnahmelyriker, die sich nur schwerlich in die aktuelle Lyriklandschaft integrieren können/wollen/sollen, treten in den Dialog mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Wolfgang Gabler und dem Musiker Marten Pankow", so heißt es in der Ankündigung des Literaturhauses. Wer die Beiden kennt, weißt, dass das nur ein spannender Abend werden kann. Denn bei den beiden Lyrikern gilt das Motto: " Lyrik darf das, Lyrik darf alles." (Aus der Werbung des Literaturhauses). "Lyrik an Musik", das ist ein Thema, das alle LyrikerInnen interessieren sollte - und das sicherlich alle ZuschauerInnen genießen werden.


Literaturhaus Rostock, im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock
29.09.2015 | 20:00

24.9.15

Demo gegen fremdenfeindliche Hetze in Greifswald

Auch das ist Greifswald: Gegen Fremdenhass, für Toleranz, kurz der Glaube an das Gute im Menschen. 450 Leute versammelten sich am 23.09.2015 am Rubenowplatz, Bericht im Fleischervorstadt-Blog, das sich dieses Themas angenommen hat. Also ist Greifswald doch eine weltoffene Stadt? Hoffen wir es, hoffen wir es.
Das Ministerium MV sucht jedenfalls schon händeringend bei den Angestellten des Landes nach Leuten, die aushelfen für ein Vierteljahr, um sich um die Flüchtlinge zu kümmern.

22.9.15

Sogenannte Wutbürger jetzt auch in Greifswald

Bisher blieben wir in Greifswald einigermaßen verschont von pegidaartigen Ereignissen. Gestern aber: tumultartige Szenen, wie es im Nordkurier heißt. 
Einen präziseren Bericht veröffentlicht das Fleischervorstadt-Blog. Eine unangemeldete, aber bekannte Demonstration von Asylgegnern, eine relativ hilflos agierende Polizei so scheint es,   Gegendemonstranten und fünfmal eine Fast-Eskalation.

Nochmal gut gegangen, gestern Abend. Aber es ist zu befürchten, dass das erst der Anfang war.
Und schon merkwürdig, gestern Abend: Die einen singen friedlich Mantren, und nicht weit weg- gerade unter den Fenstern - formieren sich die sogenannten Wutbürger. Letzteres kann einen ganz schön in Wut versetzen.

17.9.15

Jazz in greifswald: Konglomerat

Grade eben ein erfrischendes Konzert im Koeppenhaus genossen, mit Konglomerat, die seit 3 Jahren zusammen Musik machen. Ein Geflecht von Altsaxophon (Luise Volkmann), Altsaxophon (Gustav Geißler),  Schlagzeug  (Philip Theurer) und Bass (Athina Kontou). Junger Jazz, wenn man so sagen darf, dabei viel klare Strukturen, aber auch Improvisation. Und bei Letzterem hat uns, ohne die Verdienste der Anderen schmälern zu wollen, Luise Volkmann am Meisten beeindruckt.
Das sind die Momente, in denen man Greifswald mag. Wo sonst kommt einem der Jazz so nah?


Später mehr ...

8.8.15

sommerregen

so weit kommt's: man freut sich über den regen wie das gras: endlich produziert niemand mehr wort-, grill-, rauch- oder schreiwolken im innenhof/garten.

regenrauschen -
das gelbe sommergras
sperrt die ohren auf


13.7.15

Schreibweisen der Gegenwart 2

Zu Senthuran Varatharaja. Hat sich geklärt. Wir haben es mit einem bewussten Unterlaufen des klassischen Facebookdiskurs-Stiles zu tun. Eine Spiegelung der Fremdheit in der Exilsituation. Facebook wiederum als virtueller Ort passt zu der schwebenden Orts-Situation des Exils. Interessant ist diese literarische Verarbeitung eines Netzwerk-Settings allemal. Allerdings: Schade, dass alle FB-Elemente aus dem Endtext wieder entfernt sind. Dies macht nachdenklich insbesondere in einer Zeit, in der die (Text-)Linguistik den Textbegriff sehr weit öffnet.

Schreibweisen der Gegenwart. Workshop im Krupp-Kolleg Greifswald

Pop, Blogs, Social Media, lautet der Untertitel des Workshops. Leitung Professor Schumacher. Spannende Diskussionen und Standortbestimmungen. Dieser Post ist gewissermaßen ein bisschen Pop, voll in der Gegenwart. Gegenwärtigkeit. Sozusagen Live. Heute morgen Kathrin Passig und Theresa Schmittke. Reflektierte Praxis und Theorie. Senthuran Varatharajas Facebook-Romanprojekt ist jetzt dran. Sieht auf den ersten Blick aus wie ein klassischer Dialog, allerdings weit von Mündlichkeit entfernt. Von vorherein als Print geplant. Gewisse Widersprüche. Aber jetzt werden wir gleich mehr erfahren. Von Charis Goer. Der Text erstreckt  sich von der Konzeption her  7 Tage, Thema Vetreibung ua. Soll auf einem Facebook-Chat beruhen. Ob es wohl viele Menschen gibt, die so chatten. Jedenfalls konzeptionell. Chronik und Timeline im sog. Dialog von Menschen, die   über einen FB-Freund in Kontakt gekommen sind.

11.7.15

Falladafest 2015

Dieses Mal steht das alljährliche Falladafest wettermäßig unter einem besseren Stern als letztes Jahr. Sagen wir es mal mit einem Haiku.

Regen.
Nichts als Regen.
Regen.

Natürlich gab es beim letzten Fest nicht nur Regen.  Es gab vor allem Clemens Schittko, der für seine politische Lyrik bekannt ist. Und er spielt auf  eine ganz eigene Weise mit der Sprache. Lyrik, die nicht nur gut ist, sondern auch Spaß macht.Und natürlich gab's den Kühlschrankwettbewerb.

Aber wir möchten ja auf das diesjährige Falladafest hinweisen, das nur sehr sparsam angekündigt ist. Zuverlässig wie immer aber finden wir die Ankündigung im Fleischervorstadt-Blog.

Die aufsteigenden Sterne am Greifswalder DichterInnenhimmel werden zu hören sein: Christiane Kiesow, Tobias Reußwig und Georg Rohrbach. Von auswärts kommt die Lyrikerin Simone Kornappel mit frischem Wind (jetzt nicht wettermäßig gemeint).

Das Fest steigt heute am Samstag, 11.07. ab 15 Uhr im Falladahaus in der Steinstraße 59 in Greisfwald

20.3.15

Kai Pohl und Clemens Schittko: my degeneration. the very best of WHO IS WHO

my degeneration. the very best of WHO IS WHO. Und das in Greifswald. Am 20. März 2015 stellen Kai Pohl und Clemens Schittko im Rahmen des Greifswalder Literaturfrühlings 2015 im Koeppenhaus ihre Anthologie my degeneration. the very best of WHO IS WHO (2004-2013) vor. Die Anthologie ist letzten Herbst erschienen, im hiesigen freiraum-verlag.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Rissen statt. Daher zitiert das Koeppenhaus in seiner Ankündigung auch Wolfgang Gabler: „Diese kollektive Textproduktion hat eine gemeinsame Grundlage im satirisch-politischen und spielerischen sowie im klanglich-assoziativen Zugriff auf die uns umgebende und geradezu bewusstseinstrübende Sprache. […] Kumulation ist ein Kennzeichen dieser Cut-ups, die beim Leser offenbar den Eindruck erzeugen sollen, von hohen potjomkinschen Sprachmauern umgeben zu sein, die um die wirkliche Wirklichkeit gebaut worden sind“
Na, dann macht euch mal bereit, GreifswalderInnen, für die „semantischen Verwerfungen“ und „ ein linguistisches Erdbeben“!

Ort und Zeit: Koeppenhaus Greifswald| 20.3.2015 | 20:00

4.2.15

schneeflöckchen. weißröckchen. teil 5

seit vierzehn tagen gipfelten sie in kopenhagen, gewannen aber keine aussicht. die schneekristallisation trägt das letzte geheimnis. viel zu spät flaumten die zarten flocken auf die äste. die barometer standen auf der kippe. wir starrten auf die mauer, warteten auf das erscheinen der zeichen. würden sie leuchten. im norden schlugen sie die trommeln. es war nicht schön, was sie mit den knüppeln machten. helme, schilder, tränengaspatronen. die farben auf den gesichtern der mahnpatrouillen dagegen, machtlos oder nicht. wir müssen handeln. nicht reden. sagt er, sagen wir, sagen sie. wir sind uns wie immer alle einig. obamawunder alle warten darauf. die milliarden pupillen der wirklichkeit weiteten sich. nichts, sagtest du, wird auf die windbänder geschrieben. ach der weltatem nur noch zarter hauch. regierungschefs versuchen scheitern abzuwenden. einhunderteinundneunzig länder, da kann man sich vorstellen, wie irrplanetar das zugeht. wenn ihr dann wir. abkommen ankommen drankommen. sie sehen komisch aus in ihren schutzanzügen. auf den malediven bereiten sie sich vor. dort verkünden sie auf palmblättern die neuesten wasserstände. ozonkoronas soll man zuletzt über neuseeland gesehen haben.


(poetische prosa aus dem jahr 2009, letzter teil )

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3.2.15

schneeflöckchen weißröckchen. teil 4


die kulisse blieb gänzlich unverzaubert. solange man den biss der kälte nicht spürt, die scharfen reißzähne. nicht, dass wir noch wölfisch werden. das fell ist schon am wachsen. wenn die scheeflocken alle auf einmal ihre augen aufschlagen. sie haben keine iris, eher so eine art nachtfrostsonden, von deren blick einem schwindlig wird. wurde uns in jener nacht als wir durch die winterspaliere gingen. die vibrionen waren in lauerstellung, sie sammelten kraft für den lauen bodden wasser sommer, für’s kollaborative keimen im seichten, auch wenn es ein bisschen eng würde bei einer million keime pro liter. gramnegativ war euer blick auf die zukunft, die gedanken gekrümmte stäbchen, typisch für die vibrio vulnificus stimmung. wir würden nicht hingehen mit unseren herzwunden.

(poetische prosa aus dem jahr 2009, teil 4)

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2.2.15

schneeflöckchen weißröckchen. teil 3



schneeflöckchen um schneeglöckchen, winzige kristallgebilde, rieselten rieselten verschwand der asphalt. ich war schneeleicht geworden, hinterließ beim gehen keine loiplinien. glitzergeranien beblühten die simse. sandkörner rieselten traumseits, du hieltest es mit den jungfräulichen bergen. der aletsch gletscherte so lang er noch konnte. alle gingen vorsichtig, als seien die treppen aus zerblechlichem glas. dabei waren wir’s. im eispalast vergnügten sich die mit dem kalten herzen. die schneesicht war rundherum blind. weißgewaschen unser gedächtnis, immer wieder von vorn beginnen, wortklauben unter den schneehauben. die weißen laken im hof über dem pflaster liegen über den mülltonnen der wäscheleine den eismundspuren, die stühle im garten haben ihre hüllen dagelassen dem schnee, waren fortgegangen, ob sie wiederkehren würden. ob wir.



(poetische prosa aus dem jahr 2009, teil 3)

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1.2.15

schneeflöckchen weißröckchen. teil 2



der schnee legte sich auf die langfingrigen büsche, auf die nadelzweigbüschel der bäume, in die pommerschen beete, aufs barhmerzige gras alles eins. ob sie froren. 16.30 die temperatur sank auf minus 3,5 grad. weiße hauben, weiße gauben, weiße lauben. autos hatten beschlossen winterruhe schliefen friedlich. lanzarote bluffte mit temperaturen um die 23 grad, zwei grad mehr als die wassertemperatur atlantik. ich hielt die hand ins haffwasser, hielt sie nicht, meine finger verwandelten sich in eisblütiges glas.


(poetische prosa aus dem jahr 2009, teil 2)

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31.1.15

schneeflöckchen weißröckchen. teil 1

schneeflöckchen weißröckchen stunde um pfunde flöckchengeriesel bis zum einbruch der nacht. zehn minuten nach vier und die dunklen konturen der bäume waren kaum noch erkennbar. lanzarote kraternarbig fuerteventura wüstenfarben la palma guanchenrau nur die häuser weiß dort zu sein jetzt. im flughafen von lanzarote hungerte sich dem tod zu aminatou haidar, träumend von einer freien westsahara, aus protest und heimweh. 25 minuten nach vier, geisterhaft weiß schimmerte der garten nur ein fenster leuchtete. eine hoffnung, ein versprechen. keiner hielt es. dort hinfliegen, condor bringt sie in die sonne. auf gran canaria, in las palmas, sprudelte wellness aus den hotelbecken. auf sonderverkaufsflächen wurden weihnachtsinsignien verkauft. kurz vor mitternacht trug die guardia civil aminatou hinaus auf eine bank.

(poetische prosa aus dem jahr 2009, teil 1)

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Dream Chasers

in mv jagt man träumen hinterher. oder das land vertreibt sie. dream chasers. passt auf, die fliegen hier überall rum. es wird zeit, das handtuch bereit zu halten. bald landen die raumschiffe.

30.1.15

oliver kluck: "was zu sagen wäre wenn" in stralsund und greifswald



das neue zeitstück "was zu sagen wäre wenn" von oliver kluck läuft zur zeit in stralsund und greifswald. nachdem das stück in frankfurt nicht zur zufriedenheit des dramatikers aufgeführt wurde, sind wir gespannt auf die hiesige uraufführung. eine in stralsund und eine in greifswald… jedenfalls, heute, am 30.01.und morgen, samstag, 31.01.2015 ist das stück in greifswald zu sehen, 20:00 uhr, rubenowsaal (stadthalle).