20.1.12

Volker Altwasser in Greifswald



Das Foto ist nicht gut (pardon), dafür war es die Lesung. Gut, meinen wir. Heute Abend war Altwasser im Koeppenhaus in Greifswald zu Gast, er las aus seinem Roman Letzte Fischer, beeindruckend war die Präzision seines Textes, das Atmosphärische auf dem Walfänger-Schiff. Stellenweise ist man als LeserIn/HörerIn versucht zu glauben, hier handle es sich um einen wahrheitsgetreuen Bericht von realen Ereignissen mit realen Personen;)
Leider ist uns jetzt die Anzahl von Jahren entfallen, in denen Altwasser an dem Buch gearbeitet hat, sieben oder dreizehn? (Wer hier liest und es noch weiß, möge dies bitte im Kommentar posten. ) Lange jedenfalls, und es hat dem Roman nicht geschadet. Eine spannende Fachsprache, interessante Charaktere, viele Konjunktive ... die Lesung hat neugierig gemacht auf den ganzen Text, dieses Hochseefischerei-Epos, ein Buch über das Meer mit intertextuellen Bezügen zu anderen berühmten Werken über das Meer - der letzte Auszubildende für die Walfisch-Jagd und vermutlich auch die allgemeine Hochseefischerei etwa stellt sich die bange Frage, was wäre, wenn der eben erlegte und nun zerlegte Wal Moby Dick wäre .... überhaupt ist dieser Auszubildende eine kuriose Person wie auch mancher andere auf dem Walfängerfisch.
Neugierig werden wohl auch im Norden Zugereiste darauf sein, was die arme Mathilde, eine von Bayern nach Rügen ausgwanderte Protagonistin, dazu treibt, im Mai den Freitod zu suchen. Vermutungen kann man ja haben, aber das soll jetzt nicht missverstanden werden.
Die letzten Fischer versprechen jedenfalls eine interessante Lektüre zu sein ...


Volker Harry Altwasser
Letzte Fischer
Matthes und Seitz Berlin
(P.S. Der Roman war auf der Langen Liste des deutschen Buchpreises)
(P.P.S. Und im Dezember letzten Jahres hat Volker Altwasser den Italo Svevo Preis bekommen)
(P.P.P.S. Und Altwasser stammt aus Greifswald)

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31.10.10

Finissage Kunst im Leerstand - Performance

Heute findet in Putbus die Finissage von 7 + 3 CIRCUS 8 - Kunst im Leerstand statt. Dazu gibt's ein ganz besonderes Programm, das der Verbindung von Kunst und Literatur gewidmet ist. Walter Goes wird einige seiner Palimpsest-Texte lesen.
Ulrike Sebert, Irmgard Senf und Ulrike Sebert von tEXTRAbatt werden Ihre Performance Leertext uraufführen, begleitet von Katrin Möller-Lazarus mit Improvisationen an der Querflöte. Die Performance ist das Ergebnis eines längeren Prozesses: Die drei Lyrikerinnen von tEXTRAbatt haben sich längere Zeit mit der Ausstellung und der Atmosphäre des Hauses auseinandergesetzt - heute um ca. 14.00 Uhr ist das Ergebnis zu hören und zu sehen. Auf nach Putbus!

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9.3.10

8. tEXTRAbatt in stralsund

heute abend gibt's den 8. tEXTRAbatt in stralsund ... es ist ja gar nicht so weit bis in den speicher am katharinenberg. heute abend lohnt es sich für greifswalderInnen: drei greifswalder studentInnen sind eingeladen. rolf lohrenz, florian leiffheidt und johanna nikulski-dirks werden lesen, dazu gibt's flötenimprovisationen von katrin möller-lazarus. von tEXTRAbatt lesen silke peters und odile endres.

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8.12.09

tEXTRAbatt mit schmalz & marnelade

wer jetzt einen lichtblick braucht, sollte heute abend einfach nach stralsund ins mehrgenerationenhaus gehen. dort gibt's heute (18.10.) ab 19 uhr den letzten textrabatt in diesem jahr. das besondere highlight: die lesebühne schmalz und marmelade ist bei der lesebühne tEXTRAbatt zu gast! herr ivalo, herr thom* und andersen storm werden gemeinsam mit gunther lampe aus stralsund und mit odile endres vom tEXTRAbatt-team einen - hoffen wir mal - unterhaltsamen abend bieten. poesie trifft prosa wie man so schön sagt.
stralsund ist nicht weit, und der termin ist zugzeitenkompatibel. was also hindert euch hin zu fahren? es soll sogar schmalz- und marmeladenbrote geben.

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21.11.09

Polenmarkt 2009, Eröffnung

Der Polenmarkt 2009 ist eröffnet. Viele schöne Reden, Prosa, Lyrik und Dialog. Alles da. Das literarische Café im Koeppenahus war voll besetzt, die ukrainische Schriftstellerin/Übersetzerin/Journalistin Natalia Sniadanko und der polnische Lyriker und Übersetzer Jakub Ekier waren interessante Gesprächspartner, die auch auf komplizierte Fragen eine Antwort fanden. Es war viel von Grenzen die Rede, von sichtbaren, von unsichtbaren, ob die aber auch in der gelesenen Literatur zu finden waren, lässt sich aus ZuschauerInnensicht nicht leicht beantworten. Auch an Kafka waren die Moderatoren (Prof. Wöll, der eine sehr entspannte Einführung machte, sowie Roman Dubasevych, beide Slawistik/Ukrainistik) sehr interessiert, weil sowohl Jakub Ekier als auch Natalia Sniadanko Kafka übersetzt haben, der eine den Prozess, die andere das Schloss. Beide entdeckten beim Übersetzen den Humor bei Kafka, so dass wir uns jetzt dessen Romane noch einmal vornehmen werden, da uns der Humor bei der schon länger zurückliegenden Lektüre irgendwie entgangen war.
Natalia Sniadanko bemerkte, dass die Globalisierung in punkto Literatur sich unter Umständen eher nachteilig auswirke, weil sich auch die Schreibstile immer mehr anglichen und es immer schwieriger werde, das Besondere zu finden. Muss man mal drüber nachdenken.
Interessant waren die Einblicke oder muss man sagen das Einhören in Natalia Sniadankos neuen Roman, die sehr eindrückliche Schilderung der Schlachtzeremonie, wenn man so sagen darf, in einer an diese Dinge gewöhnten Familie wird man nicht so schnell vergessen. Jakub Ekier las seine Gedichte in der deutschen Übersetzung, sodann auf Polnisch, auch für nicht Polnisch-Sprechende immer ein wunderschönes Hörerlebnis. Dass die polnische Sprache von Manchen als „ ewiger Herbst“ (oder so ähnlich) bezeichnet werde, erwähnte er, bevor er begann zu lesen, ein sehr treffendes Klang-Bild. Dass seine Gedichte als haikuverwandt empfunden wurden, schien ihm nicht zu behagen. Dennoch ist es gerade das Reduzierte, Konzentrierte, was seine Gedichte, zumindest beim ersten Hören, auszeichnet.

Ein gelungener Einstieg in die polnische und ukrainische Kultur/Literatur zum Beginn des Polenmarkts. Und gleich geht's weiter mit dem Eröffnungskonzert.

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29.10.09

lesebühne tEXTRAbatt in stralsund

demnächst gibt's den nächsten tEXTRAbatt am 10. november 2009, wie immer um 19 uhr im speicher in stralsund, diesmal mit peter michael pietsch und carine thieme. im dezember kommt die lesebühne schmalz und marmelade aus schwerin nach stralsund zum tEXTRAbatt abend im dezember, das kann ja heiter werden;)
was wollen wir mehr als lyrik und prosa zum advent!

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17.1.09

Emma Braslavsky 2


Familiäre Polyphonie
Eine Lesung, die keine Wünsche offen lässt: Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik. Die ZuhörerInnen folgen gebannt der Geschichte einer Familie, in der es ein großes Geheimnis gibt. Es rankt sich um die Großmutter, es macht uns neugierig, ebenso wie die verschiedenen Stimmen, die Emma Braslavsky zu Gehör bringt.
Familiäre Polyphonie, wie sie nach der Lesung sagt, die in jeder Familie zu finden sei. Sofort entstehen im Kopf Familienromane, so viele verschiedene wie die Familie Mitglieder hat, in Braslavskis Roman sind es acht Stimmen, acht Geschwister, die sich beim Begräbnis der Mutter treffen. Aus den Innenansichten dieser Personen wird ein Bild gewoben, das wie bei Photoshop aus mehreren übereinanderliegenden Ebenen besteht und zusammen - vielleicht - eine changierende Wahrheit ergibt.
Emma Braslavsky liest mit einer unglaublichen Präsenz, schlüpft in die verschiedenen Figuren und deren Welten. Glaubwürdig sind die Personen und ungeheuer lebendig. Das mag auch an der ausführlichen Recherche liegen, die sie in der schlesischen Ecke Polens unternommen hat, wie sie im lebhaften Gespräch mit den Zuschauern erzählt. Alte Hebammenregister, Gespräche mit vielen Menschen in Polen und Berlin, die Eindrücke vor Ort sind in den Roman geflossen.
Der bereits gestorbene Herbert kommentiert aus dem Off, was der Geschichte von Anfang einen gewissen Witz verleiht, eine feine Ironie, überhaupt scheint hier ein ernstes Thema mit einer Leichtigkeit in eine lebendige Handlung umgesetzt zu sein, die vor allem Eines macht: Lust sofort weiterzulesen.

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16.1.09

Emma Braslavsky




Im Koeppenhaus - wenn wir das nicht hätten - schöne lesung - jetzt.
Schaut ins Programm, nächste Woche ist jede Menge Literarisches dort los!

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