2.2.15

schneeflöckchen weißröckchen. teil 3



schneeflöckchen um schneeglöckchen, winzige kristallgebilde, rieselten rieselten verschwand der asphalt. ich war schneeleicht geworden, hinterließ beim gehen keine loiplinien. glitzergeranien beblühten die simse. sandkörner rieselten traumseits, du hieltest es mit den jungfräulichen bergen. der aletsch gletscherte so lang er noch konnte. alle gingen vorsichtig, als seien die treppen aus zerblechlichem glas. dabei waren wir’s. im eispalast vergnügten sich die mit dem kalten herzen. die schneesicht war rundherum blind. weißgewaschen unser gedächtnis, immer wieder von vorn beginnen, wortklauben unter den schneehauben. die weißen laken im hof über dem pflaster liegen über den mülltonnen der wäscheleine den eismundspuren, die stühle im garten haben ihre hüllen dagelassen dem schnee, waren fortgegangen, ob sie wiederkehren würden. ob wir.



(poetische prosa aus dem jahr 2009, teil 3)

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