12.5.10

Savage rose - nordischer Klang

Was Frithjof Strauß heute abend zitiiert hat aus Rezensionen zu Auftritten von Savage Rose, war ja gar nicht wahr: Es war völlig untertrieben! Wen das Konzert kühl gelassen hat – falls so etwas möglich ist - der muss spätestens bei den letzten Stücken dahin geschmolzen sein. Annisette – The Savage Rose – es gibt wohl kaum einen passenderen Namen für das, was wir heute im Theater erlebt haben: umwerfend schön, stimmgewaltig, energiegeladen, lebendig, zerbrechlich. Wie hat Annisette/The Savage Rose es geschafft, über alle die Jahre diese Intensität, das peace and love feeling der 68-er, der 70-er Jahre, den Sound zu retten und ihn doch vollkommen zeitlos klingen zu lassen? Seit 1967 steht sie auf der Bühne. Ihre Stimme ist mit keiner anderen zu vergleichen, und doch fällt den Älteren;) unter uns sofort Janis Joplin ein, vielleicht denkt jemand auch an Robert Plant und Led Zeppelin, an Jefferson Airplane, Procul Harum, u.a., an Musikteppiche, ans Abtauchen, ans Sichinmusikauflösen, an Woodstock, an früher, als alles … undsoweiter.

Es ist zu laut im Stadttheater, wie im Grunde immer bei Rock/Popp etc. Konzerten in diesem Saal, aber wahrscheinlich kann sich niemand der Faszination von Anisettes großartiger Performance entziehen – und ist da nicht der Klang einer Hammond Orgel, der Gitarrensound der 70-er und doch irgendwie anders? Die Background-Sängerinnen sind auch hörenswert, aber sie verblassen ein wenig gegen den Star des Abends … Diese Stimme! Am schönsten ist es, wenn die Musiker sich zurückhalten und nur noch Anisettes Stimme da ist in all ihren Modulationen: Und da eben müssen wir im Grunde schweigen, weil ihre Intensität, das heisere, das flüsternde Nachschwingen der Töne, die Emotionalität, sich einfach nicht beschreiben lässt. Es geht jedenfalls irgendwie ins Herz. Dass aus dem kühlen Dänemark solch ein heißer nordischer Klang kommt!

Den verschiedenen Musikstilen, die sich in dieser Musik mischen, können wir jetzt nicht mehr folgen, lest das alles irgendwo im Internet nach. Oder hört nach. Z.B. Wild Child oder Smile.

Und wir hängen uns jetzt melancholisch alten Erinnerungen nach .... bis morgen.

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