7.8.08

nordsommer 30 grad

die glühenden augen des tages
spiegeln die hellen fanfaren der
nachmittagsstunde

hitzeflammen züngeln auf
den rispen der gräser und
den dächern

der alten häuser die atmen
schwer trotz ihrer geöffneten
fenster

die straßen lichtüberflutet
liegen träge träumend im
augustfieber

vereinzelte fußgänger
flüchten unter die schirme
der grünen kronen

rauschen schattenlieder
die ulmen und buchen in
linden notengefällen

die lagunen des nordens
säumen in aller stille die
strände

die man sich teilt mit
tätowierten schlangenarmen
und hunden

und nackten leibern es
schlägt die stunde der
wahrheit

mit zarten seidenfingern
streichelt der wind jede haut
ohne ansehen

der jahresringe weiten
sich aus ins silberblaue
von himmel und meer

bis der abend kommt
mit sanftem atem und
schlaf haucht

in unsre heißen gedanken
die kühl werden wollen
nicht

umherirren im leisen
nachtgemurmel warm
sommert der wind

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