24.3.10

Bernd Begemann




In den Hügeln








singt Bernd Begemann hier gerade im Greifswalder Koeppenhaus
, einer der seltenen fast schon poetischen Momente ... wie man so leicht in den Hügeln verschwindet ... Bernd Begemann: Kitsch oder Kult? Schwer zu beantworten, den Reaktionen des überwiegend jugendlichen Publikums nach zu schließen eher Kult.
Ein guter Entertainer ist er, mit einem gehörigen Schuss Selbstironie, man muss schon mal gesehen haben, wie er sein Jackett auszieht ... seine Bemerkungen zum Café Koeppen durchaus amüsant, wenn auch nicht literarisch. Ein Sänger des Alltags mit einer eigenwilligen Stimme und einer eigenwilligen, in einigen Momenten erfrischend improvisiert wirkenden Performance.
Er hat schon was, in manchen Momenten scheint das Ironische nur eine Art Vorbereitung, eine Einstimmung, um dann ungestraft das Emotionale, zwischen Kitsch, Romantik und Alltag Changierende singen zu können. Dann wieder ist er pure Ironie, einfachster Witz.
Wenn man das klassifizieren darf, was er singt: Alltagstexte. Sänge er englisch, klänge es vielleicht ... eleganter oder so.
Vermisst haben wir "Kein Glück im Osten", unvergesslich die Szene in Schröders wunderbarer Welt, als Begemann neben drei auf einer Bank sitzenden alten Frauen an einer Bushaltestelle mitten in der Landschaft steht und dieses Lied spielt und singt. Die alten Damen finden, dass das alles andere als Musik sei. Dabei ist Begemann einfach herrlich.
ALso, das hätte er schon spielen können hier in Greifswald, er hätte mancher aus dem Herzen gesungen. Ob er nun Kitsch oder Kult ist, können wir immer noch nicht beantworten. Aber immerhin hat eine einzigartige Art (man verzeihe den Pleonasmus) , zu singen und Gitarre zu spielen.

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