7.10.11

Literaturnobelpreis für Tomas Tranströmer

Der Literaturnobelpreis ging dieses Jahr an den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer, der als Meister der Verknappung gilt. Fast einhellige Zustimmung, auch wenn es Autoren gibt, die das nicht so gut finden, wie es scheint. Was man von Lars Gustafssons Aussage, Tranströmer sei "ein großer Handwerker und Präzisionslyriker" halten soll, ist nicht so ganz klar.

Wer sich eine eigene Meinung bilden will und grade kein Buch von Tranströmer im Haus hat, kann auf die Schnelle nur im Web suchen. Einige Gedichtzeilen aus "Der halbfertige Himmel" (1962) sind in einem Artikel auf der Deutschen Welle zu lesen, englischsprachige Übersetzungen auf poets.org: After a Death und Outskirts.
Es sind Gedichte von kristalliner Schönheit und Klarheit. Eine feine Wahrnehmung der Welt findet sich in diesen Gedichten, berührende Bilder. Es erstaunt nicht, dass dieser Dichter wunderschöne Haiku schreibt, von denen sich etwa englischsprachige Übersetzungen im Netz finden.
Die wenigen Ausschnitte aus Tranströmers Werk laden dazu ein, loszulaufen und einen Blick in den neuesten Band "Das Große Rätsel" zu werfen, der fünf Gedichte und eine Hand voll Haiku enthält. Oder ihn lieber gleichim Internet zu bestellen. Denn Lyrik ist in den Buchhandelsregalen eher selten zu finden. Und wer weiß, vielleicht finden wir wirklich, wenn wir seine Gedichte gelesen haben, "einen neuen Zugang zur Realität".

1 Comments:

Blogger Carlos said...

Danke für den Post! :-)

5:59 nachm.  

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